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Pressemitteilung
vom 07. Juli 2004
Bürgerinitiative Opfer illegaler Behördenabsprache ?
Wenige Tage vor der geplanten Menschenkette gegen den Weiterbau
der Autobahn A52 durch Essen (Samstag, 10.7.2004 11:00 Uhr, Essen,
Ecke Stoppenberger Straße / Katzenbruchstraße) vielen der Bürgerinitiative
gegen den Weiterbau der A52 Informationen über eine möglicherweise
illegale Behördenabsprache in die Hände.
Bekanntlich hatte die Initiative
Akteneinsicht beantragt und zwar beim Landesverkehrsministerium
und bei den Landesbetrieben Strasse NRW. Bei beiden handelt es sich
um selbständige Behörden, die verpflichtet sind, je nach eigener
Aktenlage, Akteneinsicht zu gewähren. Da dies abgelehnt wurde ist
beim Verwaltungsgericht Gelsenkirchen eine Klage des Sprechers der
Bürgerinitiative, Patrik Köbele, anhängig.
Nun findet sich in den
Gerichtsakten eine E-Mail des Ministeriums an die Landesbetriebe
Straße, in der es u.a. heißt: "Im Hinblick auf den Antrag von Herrn
Köbele auf Akteneinsicht nach dem Informationsfreiheitsgesetz ist
unser ablehnender Bescheid beigefügt. Ich empfehle Ihren Bescheid
hieran anzulehnen, aber möglichst etwas umzuformulieren."
Patrik Köbele hierzu: "Aus unserer Sicht ist dies ein weiterer Skandal
in der Geschichte dieser verkehrspolitischen Katastrophenplanung.
Hier werden den Bürgerinnen und Bürgern nicht nur Informationen
vorenthalten, sondern auch unzulässige Absprachen getroffen. Wir
haben mittlerweile die Landesbeauftragte für Datenschutz eingeschaltet
und erwarten sofortige Konsequenzen aus diesem Skandal."
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