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Grüne Zeiten Mai 2003
Vorschlag der Autofahrerparteien
Die Ruhrallee als Autobahn!
Der Entwurf des neuen Bundesverkehrswegeplans enthält erstmals das Projekt, die Ruhrallee
B227) zur Autobahn auszubauen. Die Strecke soll als Verbindung zwischen A44 in Velbert und
der A52 dienen. Im Bereich zwischen A52 und Zornige Ameise ist ein Tunnel angedacht
(3 km von 9 km).
Vorgeschichte: 1992 hatten SPD und GRÜNE gemeinsam dieses Projekt abgelehnt. Im Jahr 2000
wurde dieser Ratsbeschluss aufgehoben, 2003 haben CDU und SPD im Regionalrat Düsseldorf
dafür gesorgt, diese Autobahnplanung in den vorrangigen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans
zu hieven. Mit dem Bau des Ruhralleetunnels und eines kleinen Autobahnstücks in Kupferdreh
entstünde zusammen mit der A52 eine komplett neue Nord-Süd-Autobahn durch Essen, die jede
Menge Autoverkehr anziehen würde.
Essener GRÜNE lehnen diese Planung ab. Wesentlich mehr Fahrzeuge sind zu erwarten, da diese
Strecke für den Nord-Süd-Transitverkehr durch das Ruhrgebiet eine Alternative zur A3 bieten
würde, wenn gleichzeitig die A52 nach Norden weitergebaut wird, wie derzeit geplant.
Bestehende Verkehrsprobleme werden dadurch nicht gelöst, neue Staustellen aber
vorprogrammiert, und zwar an der Verknüpfung der Ruhrallee an die A52 ebenso wie am
künftigen Autobahnkreuz Essen Frillendorf. Neue Staustellen und die zusätzlichen Belastung
durch Lärm und Abgase auf der Hochstraße in Kupferdreh und Heisingen und damit in der
Ruhraue (Naturschutzgebiet und Erholungsgebiet) wie auch auf der Ruhrallee im Bereich
Innenstadt lassen unsererseits nur eine klare Ablehnung zu. Die GRÜNEN setzen sich dafür
ein, die naturschutzrechtlichen Belange gesondert untersuchen zu lassen. Eine konkrete
Planung liegt noch nicht vor.
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