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Pressemitteilung
vom 13. September 2006
Bürgerinitiative legt Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Ministerium ein
Im Zusammenhang mit der seit 2003 gedeckelten Machbarkeitsstudie legt die Bürgerinitiative
gegen den Weiterbau der A52 Dienstaufsichtsbeschwerde ein.
Zum Hintergrund: Seit 2003 liegt eine vorläufige Abschlusspräsentation der Machbarkeitsstudie
vor, die zum Ergebnis kommt, dass eine Privatfinanzierung des Essener Teilstücks der A52 nicht
möglich ist. Trotzdem (und vermutlich in Unkenntnis dieser Studie) beschloss dies der Deutsche
Bundestag im Jahr 2004.
Nun teilt das Landesverkehrsministerium mit, , dass es "seit Herbst 2003 (…) ständigen
Gesprächskontakt" mit dem Bundesverkehrministerium "über das weitere Vorgehen in Bezug
auf die Machbarkeitsstudie" gegeben habe, "auch wenn dies nicht in schriftlichen Vermerken
festgehalten wurde, sondern vielmehr wegen der politischen Bedeutung (…) Vertraulichkeit
vereinbart war."
Der Sprecher der Bürgerinitiative, Patrik Köbele dazu: "Hier wurden dem Gesetzgeber und der
Öffentlichkeit wichtige Informationen vorenthalten. Dass diese Verhandlungen zwischen den beiden
Ministerien nicht aktenkundig gemacht wurden, ist entweder unglaubhaft oder ein grober Verstoß
gegen Verwaltungsvorschriften und das Informationsfreiheitsgesetz."
Wie ebenfalls durch das Landesministerium mitgeteilt, schlägt man nun vor, die
Privatfinanzierung fallen zu lassen und das Projekt "mit einer konventionellen
Haushaltsfinanzierung umzusetzen". Patrik Köbele dazu: "Sang- und Klanglos sollen
nun statt der vorgesehenen 75 Millionen €, mindestens 385 Millionen € für diese
verkehrspolitische Katastrofe verpulvert werden. Dieser Skandal muss rückhaltlos
aufgeklärt werden und die Autobahnpläne müssen vom Tisch."
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