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WAZ vom 14. Mai 2003, ein Bericht von WAZ-Korrespondent Ulrich Horn, Düsseldorf
Kabinett einigt sich nach Streit auf Straßenprojekte
A-52-Ausbau hat Priorität - Kritik von Umweltverbänden
Nach langem Streit in der rot-grünen Koalition hat das Landeskabinett
die Straßenprojekte beschlossen, die bis 2015 mit Bundesmitteln
in NRW gebaut werden sollen, darunter auch Vorhaben, die seit langem
im Ruhrgebiet umstritten sind.
In Verhandlungen mit der Bundesregierung über den Bundesverkehrswegeplan will die
Landesregierung unter anderem durchsetzten, dass bis 2015 in Essen der Ruhallee-Tunnel
gebaut wird, der wegen befürchteter Eingriffe in die Heisinger Ruhrauen umstritten ist.
Die Koalition hat sich darauf verständigt, die Ein- und Ausfahrt des Tunnels so
anzulegen, dass die Auen nicht beeinträchtigt werden.
Die B 224 in Gladbeck soll zwischen der A 2 und der Abfahrt Buer gedeckelt werden,
um die Lärmbelästigung zu senken. Geplant ist auch, die A 40 zwischen Duisburg und
Essen und in Dortmund sechsstreifig auszubauen. Außerdem soll der Tunnel zwischen A 42
und A 52 in Essen gebaut werden. Für das Projekt, das private Investoren umsetzten
sollen, ist eine Anschubfinanzierung von 75 Mio Euro vorgesehen. Unterdessen stoßen
die Koalitionspläne zum Straßenbau bei Umwelt-Verbänden auf scharfe Kritik. Der Bund
für Umwelt und Naturschutz (BUND) kritisierte die Pläne als "Abkehr von einer
zukunftsfähigen und umweltverträglichen Mobilität".
Die Koalition setzte auf "ungezügelten Straßenbau". Dies verschärfe nur die Probleme.
Mit den Koalitionsplänen werde der Ausstoß an Kohlendioxid in NRW um 10 % steigen.
Außerdem würden 100 Naturschutzgebiete beeinträchtigt.
Die Bürgerinitiativen, die seit langem gegen den Ausbau der A 33 in Ostwestfalen sind,
kündigten eine Klage an.
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