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WAZ vom 15.05.2003 (Lokalausgabe Gladbeck), ein Bericht von Detlev Kittler-Capredon
Noch ist Tunnel nicht gesichert
Land stützt Ausbau der B224 zur A52
Die Meldung aus dem Landeskabinett schlug ein wie eine Bombe: "Die B 224 soll
zwischen der A2 und der Abfahrt Buer gedeckelt werden, um die Lärmbelästigung zu
senken (wir berichteten).
Es handelt sich um ein altes Gladbecker Projekt, das bereits 10 Jahre auf seine
Realisierung wartet. Mit dem gestrigen Beschluss unterstützt das Land die " Aufstufung
der B 224 zur Autobahn A 52" in den Bundesverkehrswegeplan.
Doch sei diese Formulierung missverständlich, wie der SPD-Landtagsabgeordnete
Wolfgang Röken und Vorsitzende des Landtagsausschusses für Städtebau und Wohnungswesen,
auf WAZ-Anfrage mitteilte: "Es gibt keine große Tunnellösung, die etwa von Essen bis
Gladbeck reichen würde. Überhaupt ist die Finanzierung eines kleineren Tunnels von
der Gladbecker A2-Anschlusstelle bis zur Autobahnabfahrt Buer, etwa 800 Meter, noch
nicht vom Bund abgesichert." Es handelt sich insgesamt um geplante Kosten von 155,8
Mio. Euro und Insider wissen, dass in diesen Baukosten allenfalls ein 0,8-Kilometer-Tunnel
im Stadtgebiet enthalten sein kann. Es bleibe dabei: Die Situation sei unverändert.
"Nach der Verabschiedung im Herbst im Bundestag wird es darauf ankommen, unter
Berücksichtigung der Umweltverträglichkeitsstudie, der Machbarkeitsstudie sowie der
Bürgerbeteiligung eine stadtverträglichere Lösung - das heißt einen "längeren Deckel"
zu bekommen", so Röken. Der unhaltbare Verkehrsengpass auf Gladbecker Gebiet müsse
beseitigt werden.
Auch Gerhard Dorka - früher für die DKP im Stadtplanungsausschuss- sieht "für den
Ausbau Euphorie noch nicht als angebracht". Es handele sich eh' nur um einen "Mini-Deckel":
"Überraschend finde ich dabei, woher trotz leerer Kassen das Geld für den Deckel kommen
soll." Der für die Planungs zuständige Landesbetrieb habe noch keine darstellbaren Pläne:
"Wird da ins Blaue geplant?" Er sieht wie auch die Bürgerinitiative gegen die A52 eher
Nachteile als Vorteile, wenn "die Autobahn letztlich den bundesweiten und europäischen
Transitverkehr beschleunigen soll".
Auch Wolfgang Kill (BiG) steht für eine Deckelung, hat "aber auch eine Variante der
Straßenführung vorgelegt".
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